04 Décembre 2015  |  Mosaïque
Publié dans Oberflächen POLYSURFACES 06/2015

Oberflächentechnologie – Vom Wissen zu neuen Produkten

Die Beschaffenheit der Oberfläche hat einen entscheidenden Einfluss auf die Einsatzmöglichkeiten, die Einsatzdauer und auch das Aussehen und Anfühlen eines Produkts. Deshalb sind Oberflächentechniken wichtige Innovationstreiber und somit von grosser wirtschaftlicher Bedeutung für viele Unternehmen. In der Schweiz verarbeiten schätzungsweise gegen 42‘000 Unternehmen aus 70 Branchen mit total 600‘000 Arbeitsplätzen direkt oder indirekt Produkte, deren Eigenschaften massgebend durch Oberflächentechnik bestimmt werden.
Oberflächentechnologien haben in letzter Zeit speziell mit funktionellen Schichten in der Elektronik, Photonik und Sensorik grosse Fortschritte ermöglicht und mit neuen Lösungsansätzen auch bereits wichtige Beiträge zur Energiewende geleistet. Auch in den Lebenswissenschaften haben innovative Ober- und Grenzflächen in der Verbindung synthetischer und biologischer Materialien wichtige neue Impulse geliefert. Dabei haben sowohl etablierte Unternehmen als auch Start-ups sehr oft vom Wissen, das an Hochschulen generiert wurde, profitieren können.
In den Labors von Schweizer Hochschulen wird aber auch schon an den nächsten und übernächsten Generationen von Materialien und Technologien geforscht. Es gibt beispielsweise eine grosse Expertise auf den Gebieten der Nanocomposite, die an die Härte des Perlmutts herankommen, neuartiger strukturbasierter Farbpigmente oder Schichten, antibakterieller Beschichtungen, reversibler Klebstoffe oder selbstheilender atmungsaktiver Textilbeschichtungen, um nur einige zu nennen. Auch die Integration von Sensoren und Aktuatoren in ganz dünne und flexible Schichten ist heute in den Labors schon Realität. Viele dieser neuen Technologien haben das Potenzial, die Massenmärkte zu erobern, da heute vermehrt auch der Einsatz von Flüssigbeschichtungs- oder Druckmethoden, unter anderem Digitaldruck, für die Umsetzung neuartiger Konzepte entwickelt und angepasst werden.
Wenn es gelingt, dieses exzellente Wissen der Schweizer Hochschulen an die Industrie zu transferieren, kann es den involvierten Unternehmen gelingen, einen erheblichen Wettbewerbsvorteil für sich und den Standort Schweiz zu schaffen und sogar neue Zukunftsmärkte zu eröffnen. Gerade in der Verpackungsindustrie sind neue Lösungen gesucht im Bereich Nachhaltigkeit, Recycling und zusätzlicher Funktionen (neuartige optische und haptische Wahrnehmung, Fälschungssicherheit, Produkttracking, Sensorik).
Dieser Wissenstransfer ist jedoch kein Selbstläufer. Um effizient und erfolgversprechend zu sein, muss er in einem kontinuierlichen Prozess und mit Fördergeldern unterstützt werden. Im Nationalen Thematischen Netzwerk (NTN) Innovative Oberflächen haben sich diesbezüglich speziell entwickelte Innovationsplattformen bereits mehrfach bewährt. Sie eröffnen in fokussierten Themengebieten den Interessierten aus Industrie und Forschungsinstitutionen einen Rahmen, um in einem moderierten Prozess Problemstellungen vertiefter zu bearbeiten und auch Innovation «out of the box» über Branchengrenzen hinweg, teilweise mit ganz neuen Partnern, anzubahnen. Sowohl Fragestellungen als auch Stossrichtungen werden von der Industrie eingebracht.
Wenn sich die Partner einmal gefunden haben, braucht es möglichst schnell erste Resultate, die eine Abschätzung der möglichen Erfolgschancen erlauben und wichtige Eckdaten für die weitere Planung liefern. Die Unterstützung zur Finanzierung dieser ersten konkreten Schritte ist ein wichtiges Instrument der Innovationsförderung. Für den Erfolg ebenso wichtig sind das Knüpfen von Kontakten zu neuen komplementären Partnern entlang der Wertschöpfungskette und der gegenseitige Erfahrungsaustausch. Mit der Unterstützung der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) organisiert die Schweizer Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) seit mehr als zehn Jahren jährlich ein Transferkolleg mit genau diesen Zielen. Der nächste Transferkolleg 2016 findet zum Thema «Funktionale Filme, Beschichtungen und Grenzflächen» statt und wird in enger Zusammenarbeit mit dem NTN Innovative Oberflächen organisiert. Vielleicht ist auch Ihr Unternehmen dabei? Anmeldefrist: 29. Februar 2016.
Dr. Marc Pauchard, Transferkolleg, Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) und Dr. Werner Rutsch, Präsident NTN Innovative Oberflächen
 
Bild: M. Jorfi, Adolphe Merkle Institut
 
NTN Innovative Oberflächen: www.innovativesurfaces.ch
Führendes Netzwerk in der Schweiz, welches die wichtigsten Partner im Gebiet der Oberflächentechnologien zusammen bringt.
SATW Transferkolleg: www.satw.ch/transferkolleg
Programm zur Förderung von Forschungszusammenarbeiten in einem frühen Stadium.


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