04 Mars 2013  |  Édito
Publié dans Oberflächen POLYSURFACES 01/2013

Edito (1/2013)

Qualifizierte Ausbildung für die Oberflächenbranche - wichtiger denn je!
Das Jahr 2013 ist für die Ausbildung in der Oberflächenbranche der Schweiz ein besonderes Jahr. Nach rund 20 Jahren schreiten die letzten Lernenden des Lehrberufs Galvaniker, nach vierjähriger Ausbildungszeit, zur Lehrabschlussprüfung. Gleichzeitig absolvieren die ersten Oberflächenbeschichter (EFZ), nach dreijähriger Ausbildungszeit, das Qualifikationsverfahren.
Interessierte Betriebe dürfen dieses Jahr also wählen. Entweder wird ein Galvaniker beziehungsweise eine Galvanikerin oder ein Oberflächenbeschichter beziehungsweise eine Oberflächenbeschichterin (EFZ) gesucht. Egal wie die Entscheidung ausfällt, benötigt wird ein Fachmann, der in der Lage ist, fachliche Aufgaben zu lösen und den wechselnden Anforderungen im Beruf gerecht zu werden. Darüber hinaus benötigen die jungen Berufsleute weitere Fähigkeiten, die es ihnen ermöglichen, in der Arbeitswelt Fuss zu fassen und ihren Platz zu finden. Dazu gehören Sozial- und Selbstkompetenzen, die bei der Arbeit und im täglichen Leben ebenfalls sehr wichtig sind. Das selbständige Bearbeiten von Aufgaben und Problemstellungen ist ebenso wichtig, wie die Zusammenarbeit mit Arbeitskollegen und Vorgesetzten. Welchem Betrieb nützen schon fachlich hervorragende, aber nicht teamfähige Mitarbeiter? Diese Kompetenzen zu entwickeln und zu fördern, ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Die heutige Zeit ist geprägt von ständigen Wechseln und Anpassungen an veränderte Gegebenheiten. Veränderungen aktiv mit zu gestalten, ist die grosse Herausforderung unserer Zeit.
Das duale Ausbildungssystem in der Schweiz bietet eine gute Basis, die erforderlichen Kompetenzen zu vermitteln. Die Bildungsverordnung vom Oktober 2009 hat wesentlich dazu beigetragen, die Diskussion über die berufliche Bildung im Bereich der Oberflächentechnik anzustossen. Allen Beteiligten muss aber auch klar sein, dass diese Aktualisierung erst der Beginn gewesen ist. Weitere Schritte müssen folgen - dies im besten Sinne einer stetigen Verbesserung und Anpassung. Was für das moderne Qualitätsmanagement gilt, gilt auch für die Aus- und Weiterbildung. Die Vorbereitungen für eine Berufsprüfung auf erweitertem Niveau sind bereits erfolgt. Damit wurde ein weiterer Schritt in die richtige Richtung getan. Ein grosses Lob gehört allen Betrieben, die Mitarbeiter zur Verfügung stellen, um in den verschiedenen Bereichen der Ausbildung Aufgaben zu übernehmen. Gleichzeitig möchte ich sie auch ermuntern, nicht nachzulassen und sich weiterhin zu engagieren.
Denn nur wenn es uns gelingt, für einen qualifizierten und gut ausgebildeten Nachwuchs in der Oberflächentechnik zu sorgen, wird es auch gelingen, den Werkplatz Schweiz in diesem Bereich zu erhalten und im internationalen Wettbewerb zu bestehen.
 

Manfred Beck
ERNE surface AG


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