26 Novembre 2019  |  Recyclage
Publié dans Oberflächen POLYSURFACES 03/2019

Aufbereitung der Spülwässer aus Beizprozessen

Laurent Dumas

Bei der Herstellung der Anlagen aus geschweisstem Edelstahl bei Vendée Concept fällt Prozesswasser an: Spülwässer aus Beizprozessen und aus Passivierungsverfahren. Diese Abwässer wurden bisher vor Ort von einer chemisch-physikalischen Anlage aufbereitet. Nun hat sich das Unternehmen für einen nachhaltigen Vakuumverdampfer von H2O entschieden.

La production des machines en acier inoxydable mécanosoudé chez Vendée Concept génère des déchets liquides; il s’agit des eaux de rinçage issues du décapage et de la passivation des pièces en acier inoxydable. Ces eaux étaient traitées in situ par une station de traitement physico-chimique. Dans une démarche environnementale responsable, cette entreprise a décidé de s’équiper d’un évaporateur sous vide H2O.

Das Werk Vendée Concept in La Roche-sur-Yon (F) stellt mittels spezifischen technischen Verfahren Anlagen für die Lebensmittelindustrie her. Die Produktreihen und mechanischen Systeme bieten Lösungen in den Bereichen Robotik, Kalibrierung, Wiegeverfahren, Überwachung, Beförderung und Wartung. Dabei spezialisiert sich das Unternehmen auf die Geflügel-, Fisch- und Meeresfrüchte- sowie Fleischbranche.
 
Anlage aus Edelstahl für die Lebensmittelindustrie.
 

Vorgeschichte
Edelstahl eignet sich besonders für Anwendungen in der Nahrungsmittelindustrie. Die Herstellung und Verarbeitung dieses Werkstoffes im Werk von Vendée Concept erfordert spezifische Werkzeuge für das Schneiden, Schweissen, Entfetten, Beizen und Passivieren.
Nach dem Schweissen werden die Teile  entfettet, bevor es weiter zur Oberflächenbehandlung geht. Dank Beizungs- und Passivierungsmethoden wird das Material korrosionsbeständiger. Zu diesem Zweck werden kleine Teile komplett in ein Säurebad getaucht, während die grösseren Komponenten besprüht werden. Nach dem Beizen beziehungsweise der Passivierung werden die Teile mit einem Hochdruckreiniger, der von Leitungswasser gespeist wird, abgespült. Die dadurch entstehenden Spülwässer werden zum chemisch-physikalischen Aufbereitungssystem geleitet, um dort behandelt zu werden.
Lange Zeit wurden die anfallenden Spülwässer durch eine herkömmliche chemisch-physikalische Behandlungsanlage gereinigt, wobei die Abwässer später in die öffentliche Kläranlage weitergeleitet wurden. Gemäss der Vereinbarung mit der Kreisverwaltung wurden die Abwässer regelmässig kontrolliert und einer Analyse unterzogen. Die alte Anlage musste jedoch ständig und sehr genau überprüft werden, um die Einhaltung der Normen sicherzustellen. Eine zusätzliche Herausforderung stellte dabei die Vielfalt der produzierten Abwässer dar.
Auch wenn diese Wasseraufbereitungsmethode alle Einleitgrenzwerte berücksichtigte, konnte unmöglich verhindert werden, dass dabei verunreinigende Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Die dadurch entstandene anhaltende Verschmutzung schadete den künftigen Generationen.
 
Behandlung und Aufbereitung der Spülwässer aus Beizprozessen.
 
 
Beginn des Projekts
Um die in die Jahre gekommene Anlage auszutauschen, wurde eine alternative Lösung unerlässlich. Eric Legendre, Leiter des Standorts in La Roche-sur-Yon, war bereits damals am Umweltschutz interessiert und wollte mehr über die abwasserfreie Produktion mittels Brüdenverdichtung erfahren. Ein Experte von H2O besuchte ihn und erläuterte ihm die Vorteile. Die Verdampfungslösung ermöglicht gleichzeitig:
  • Die Kreislaufführung des aufbereiteten Prozesswassers (Destillat) im Produktionsprozess
  • Keine Einschränkungen mehr aufgrund der Kontrollen der Abwasserbehörde
  • Keinerlei Emissionen beziehungsweiser Verschmutzung für die Umwelt
 
Das Unternehmen entschied sich für diese Lösung, um ihr Handeln besser auf die eigene strenge Umweltpolitik anzupassen. Weitere Gründe waren auch der einfache und automatisierte Betrieb des neuen Systems und die ressourcenarme Wartung.
Die einzelnen Untersuchungsschritte:
  • Der Abwasserstrom und die entsprechenden Volumen werden eingehen überprüft.
  • Die verwendeten Produkte (Entfetter, Aktivbäder und Spülbäder für Beiz- beziehungsweise Passivierungsverfahren) werden auf den neusten Stand gebracht. Dieser Teil ist grundlegend, da dadurch ein Fazit gezogen werden kann und sich gegebenenfalls kritische Produkte oder Ströme isoliert betrachten lassen.
  • Die Säurebäder für die Beiz- und Passivierungsmethoden werden nicht mehr verwendet, da sie zu konzentriert sind.
  • Die Speicherkapazitäten im gesamten System werden festgelegt. Der bisher unterirdische Lagertank wird wiederverwendet. Es ist ein Neutralisierungstank erforderlich, um den pH-Wert der sauren Abwässer zu mildern, bevor diese den Verdampfungsprozess durchlaufen. Das Destillat wird in einem Tank gelagert, bis es von einem Hochdruckreiniger wieder verwendet wird.
  • Die notwendigen Nachbehandlungen des Destillats werden definiert, um die Qualitätsanforderungen zu erfüllen, nämlich keine. Das aufbereitete Wasser eignet sich ideal für die Spülung der Teile.
  • Die durchschnittliche Durchflussrate des Verdampfers beziehungsweise des erhaltenen Verdichtungsfaktor wird festgelegt.
 
Die Lösung für diesen Anwendungsfall ist ein «Vacudest 90»-Verdampfer. Er behandelt bis zu 1,5 m³ pro Tag mit einem Verdichtungsfaktor von 14. Das Unternehmen freut sich vor allem über die abwasserfreie Produktion. Da es dadurch kein Wasser mehr in die Kläranlage der Gemeinde leitet, ist sie nicht mehr an die Einschränkungen einer Abwasserkontrolle gebunden.
 
Lagerung des Destillats mit Verdichter zur Wiederverwendung des gereinigten Wassers.
 
 
Fazit
Nach drei Monaten Betrieb wurden sehr zufriedenstellende Resultate beobachtet. Eric Legendre stellt fest: «Die Inbetriebnahme ging sehr schnell, und es wurde eine umfassende Schulung geboten. Die neue Anlage ermöglicht ein direktes Recycling des Destillats innerhalb des Produktionskreislaufes. Die Qualität des Wassers ist weitaus höher als jene des alten chemisch-physikalischen Systems.» Zudem freut er sich, dass die Anlage 90% des verbrauchten Wassers wiederverwendet. Auch für den Kundendienst von H2O findet er lobende Worte: «Er zeichnet sich nicht nur durch seine Kompetenz, sondern auch durch seine Verfügbarkeit und schnelle Reaktionsfähigkeit aus. So erfolgt der Service innerhalb einer Stunde oder zumindest innerhalb von 24 h.»
Vendée Concept bestätigt, dass der «Vacudest 90»-Verdampfer von H2O die richtige Wahl war. Inzwischen kümmert sich der technische Dienst von H2O darum, die Verfügbarkeit der Anlage sicherzustellen, Fragen zu beantworten, wichtige Wartungsarbeiten zu gewährleisten und Verbesserungen in die Wege zu leiten.
Die Anlage wurde in Zusammenarbeit mit der Wasserbehörde Loire-Bretagne finanziert, wobei die Subventionen 50% der Gesamtkosten für das Projekt betrugen.
 
Dipl.-Ing. Laurent Dumas
Gebietsverkaufsleiter Westfrankreich
H2O GmbH
Wiesenstrasse 32
D-79585 Steinen
Tel. +49 7627 923 90
Fax +49 7627 923 91 00
info@h2o-de.com
parts2clean, Stuttgart: Halle 7, Stand E02


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