23 Octobre 2014  |  Nettoyage
Publié dans Oberflächen POLYSURFACES 04/2014

Sehr genau und technisch sauber

Norbert Schmidt

Ein deutscher Zulieferer produziert Zinkdruckguss-Teile in grossen Stückzahlen und mit Massgenauigkeiten im 10-µm-Bereich bei Wanddicken unter 0,5 mm. Sie können jedoch nur dann in den Automotivebereich verkauft werden, wenn sie perfekt gereinigt sind. Deshalb wurde eine Reinigungsanlage R1 angeschafft, welche die hohen Restschmutzanforderungen der Automobilindustrie erfüllt.

Un fournisseur allemand produit en grand nombre des pièces en zinc moulé, avec une précision dimensionnelle de l’ordre de 10 μm, pour des épaisseurs de paroi inférieures à 0,5 mm. Elles ne peuvent toutefois être vendues dans l’industrie automobile, que si elles sont parfaitement nettoyées. C’est pourquoi on a acquis une installation de nettoyage R1, satisfaisant aux hautes exigences en matière de salissure résiduelle de l’industrie automobile.

 

«Den Auftrag für bestimmte Teile für unseren Kunden konnten wir nur dann bekommen», erinnert sich Bernd Jordan, Leiter mechanische Fertigung bei der Adolf Föhl GmbH, an die Bedingungen des Automobilzulieferes, «wenn die Sauberkeit stimmt.» Bis Mitte 2011 hatte das Unternehmen vor allem mit seinem Fertigungs-Know-how und der hohen Massgenauigkeit punkten können. Dies reichte nun aber nicht mehr, denn jetzt musste per Restschmutzanalyse die technische Sauberkeit nach VDA 19 nachgewiesen werden. Dazu waren aber die bis anhin eingesetzten Reinigungsanlagen nicht mehr in der Lage.
 
Die Vollvakuum-Reinigungsanlage R1 arbeitet vollautomatisch die manuell aufgelegten Waschkörbe ab.
 
Von der Analyse zum Entscheid
«Als wir mit diesen Anforderungen konfrontiert wurden», beschreibt Markus Gruber, Fachberater beim Reinigungsspezialisten Pero, «haben wir die Reinigungsaufgabe analysiert und auf der Basis unseres Know-hows durch Reinigungsversuche mit Kundenteilen in unserem Technologiezentrum ein spezielles Verfahren ausgeführt.» Letzte Sicherheit hat dann das Labor mit der Auswertung der Restschmutzanalyse gebracht. Natürlich hatten die Fertigungsverantwortlichen von Föhl auch Angebote beim Wettbewerb eingeholt und die Kosten-Nutzen-Rechnung verglichen. Dass Pero den Zuschlag bekam, lag am Gesamtergebnis. «Es stimmte einfach alles: Investitionsbedarf und Reinigungserfolg», fasst Bernd Jordan die Entscheidung in einem Satz zusammen.
Die neue Reinigungsanlage sollte nicht nur die geforderte technische Sauberkeit garantieren, sondern auch die Prozesszeiten senken und die Kosten reduzieren. Zudem sollten die vorhandenen Waschkörbe weiterhin einsetzbar bleiben. Darüber hinaus musste die Nullfehlerstrategie gewährleistet und keinerlei Nacharbeit nötig sein. «All das leisten unsere Reinigungsanlagen mit Vollvakuumtechnik», erklärt Markus Gruber mit klarem Blick auf die Wirtschaftlichkeit. Bei Föhl kommt als Reinigungsmedium modifizierter Alkohol «Dowclene 1601» zum Einsatz, bei dem es nicht die bei der wässrigen Reinigung üblichen Trockenränder auf den Teilen gibt. Damit sind sie sind fertig für die Montage, wenn sie aus der Reinigungsanlage kommen. Es ist also keine Nacharbeit erforderlich.
 
Aufbau der Reinigungsanlage
Weil bei der neuen Reinigungsanlage R1 alle Behälter permanent unter Vakuum stehen, wird im geschlossenen System sichergestellt, dass keine Emissionen entstehen und alle Reinigungs- und Destillationsprozesse bei niedrigeren Temperaturen durchgeführt werden. Dies schont sowohl die Teile als auch das Lösemittel. Darüber hinaus werden neben den Werkstücken auch die Filter getrocknet, was die Lösemittelemission deutlich reduziert. Das Vakuum wird ständig überwacht, was sichergestellt, dass das Lösemittel in der Anlage bleibt.
Die leistungsstarke Destillation sorgt kontinuierlich für gleichbleibend saubere Bäder und kurze Taktzeiten. Durch die integrierte Restdestillation wird zusätzlich dafür gesorgt, dass kaum Lösemittel im Destillationsrückstand verbleibt, der automatisch mit Vakuumtechnik in ein Altölfass gesaugt wird. Dieses wird mittels einer Niveausonde auf Überfüllung überwacht. Grosse Rohrleitungsquerschnitte sorgen dafür, dass das Medium schnell von den Teilen abfliessen kann und den Schmutz direkt dem Filtersystem zuführt. Die Feinheit der Filter wurde speziell nach den Anforderungen der Reinigungsaufgabe ausgewählt. Dabei hat jedes Bad seinen eigenen Filter.
Die kompakte Vollvakuumanlage ist mit Arbeitskammer, Destillation, Medientanks, Vakuumtrocknungseinrichtung, klimatisiertem Schaltschrank und Bodenwanne als verkleideter Rahmenbau konzipiert. Sie wird komplett montiert und anschlussfertig ausgeliefert. Die beiden Bäder der Anlage können entweder beide zum Reinigen oder alternativ ein Bad zum Reinigen und das andere zum Konservieren verwendet werden.
 

Bernd Jordan (links), Leiter der mechanischen Fertigung bei der Adolf Föhl GmbH, und Markus Gruber (rechts), Fachberater bei der Pero AG, begutachten die Sauberkeit eines Zinkdruckgussteils.
 
Automatischer Reinigungsablauf
Die ausgefeilte Programmstruktur mit frei wählbaren Warenbewegungen in jedem Verfahrensschritt ermöglicht es dem Leiter der mechanischen Fertigung, eigene Reinigungsprogramme zu erstellen, die sich der jeweiligen Aufgabe optimal anpassen lassen. Die Warenträger mit den Abmessungen 530 x 320 x 200  mm können um 360° rotieren, geschwenkt und in Schräglage gehalten werden oder ohne Bewegung verharren, während die Teile im Vollbad getaucht, geflutet, mit einem Schwall Lösemittel überspült oder mit Lösemitteldampf entfettet werden. Je nach Teil ruft der Bediener aus den 20 möglichen das richtige Programm auf, das bereits in der Testphase im Pero-Technologiezentrum entwickelt wurde. Die Maschine arbeitet es dann automatisch ab. Lediglich die Aufgabe und Abnahme der Körbe von der Rollenbahn erfolgt von Hand. Dieser Ablauf ist für einen effektiven Gesamtfertigungsprozesses sehr wichtig, denn der Maschinenbediener kann die Reinigungsanlage im Rahmen seiner Mehrmaschinenbedienung problemlos mitbetreuen.
Für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der Reinigungsanlage R1 ist die Schnelligkeit der Reinigungsprozesse von entscheidender Bedeutung. «So konnten wir bei den Maschinen der R-Baureihe sowohl die Flut- als auch die Entleerzeiten drastisch verkürzen», gewährt Markus Gruber einen entwicklungstechnischen Einblick hinter die Blechverkleidung, ohne zu viel zu verraten, «und das ist eben nicht einfach mit einer anderen Pumpe oder einem grösseren Rohrquerschnitt getan.» Zudem sind durch die Vakuumtechnik und das geschlossene System nahezu keine Austragverluste des Reinigungsmediums zu registrieren, was nicht nur den Geldbeutel schont, sondern auch der Arbeitssicherheit und der Umwelt dient. Damit auch die letzte Emission gebunden wird, wurde zusätzlich ein Aktivkohlemodul integriert.
 
Saubere Beschlagteile für die Möbelindustrie.

Ausblick
Weil für Föhl aufgrund der Marktanforderungen die Anschaffung der Reinigungsanlage R1 nahezu zwingend war, ist es gar nicht leicht, eine seriöse Amortisationszeit zu benennen. Bernd Jordan hält sich denn auch mit konkreten Zahlen zurück. Und nachdem die Anlage auch gleich mit einer Ultraschalleinheit bestellt wurde, ist sie in jedem Fall eine Investition in die Zukunft – falls die Anforderungen an die technische Sauberkeit noch ein bisschen steigen sollten.
 
Pero AG
D-86343 Königsbrunn

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