25 Septembre 2014  |  Distillation sous vide
Publié dans Oberflächen POLYSURFACES 03/2014

Kreislaufanlage für Spülwässer aus der Lackiervorbehandlung

Matthias Fickenscher

Sauberkeit ist der wichtigste Erfolgsfaktor in der Teile- und Oberflächenreinigung. Da sie von der Qualität des verwendeten Spülwassers abhängt, verdient die Pflege der Spülen eine besondere Aufmerksamkeit. Egal ob Eisenphosphatierung, Entfettung oder galvanische Beschichtung: Vakuumdestillationsanlagen sind heute Stand der Technik bei der Aufbereitung und Kreislaufführung von Spülwässern aus der Lackiervorbehandlung.

La propreté est le principal facteur de succès dans le nettoyage des pièces et des surfaces. Etant donné qu’elle dépend de la qualité de l’eau de rinçage utilisée, l’entretien de ces équipements mérite une attention toute particulière. Qu’il s’agisse de phosphatation de l’acier, de dégraissage ou de revêtement galvanique, les installations de distillation sous vide reflètent aujourd’hui l’état actuel de la technique dans la préparation et le recyclage des eaux de rinçage provenant du traitement préparatoire au laquage.

Je nach Material und gewünschtem Korrosionsschutz der zur Lackierung vorgesehenen Werkstücke ist ein spezielles Vorbehandlungsverfahren zu wählen. Stehen Verfahrensschritte, Chemie und Anforderungen an die Wasserqualität fest kann ein passendes Prozesswassersystem gesucht und projektiert werden. Dabei werden nicht nur Grösse und Typ der Vakuumdestillationsanlagen sondern auch die notwendigen Komponenten wie Behälter, Neutralisationseinrichtungen, Restölabscheider, Ionenaustauscher und Umkehrosmoseanlagen ausgewählt.
Ziel der Prozesswassertechnik ist immer ein zuverlässig und automatisch arbeitendes System, denn die Lackiervorbehandlung darf nicht wegen schlechter oder schwankender Wasserqualitäten beeinträchtigt werden. Was aber passiert, wenn eines Tages doch ein anderes Material beschichtet werden soll oder die Qualitätsanforderungen steigen und eine andere Chemie einzusetzen ist? Ändert sich das Verfahren in der Lackiervorbehandlung, verändern sich auch Wassermengen und Inhaltsstoffe. Oft sind dann teure Anpassungen und Umbauten im Bereich der Vakuumdestillation erforderlich. Dies muss aber nicht sein.
 
Vergleich zwischen einer herkömmlichen Aufbereitungsanlage und dem Aufbereitungssystem mit einer modernen modularen «Vacudest»-Anlage.
 
Destillat-Qualitätssteuerung für saure Spülwässer
Vor allem bei sauren oder fluoridhaltigen Prozesschemikalien, zum Beispiel Eisenphosphatierung oder saure Beizentfettung, ist bei einer klassischen Vakuumdestillationsanlage eine Durchlaufneutralisation mit zusätzlichem Behälter, pH-Sonde, Dosierpumpe, Steuereinheit usw. notwendig. Die neue, in die «Vacudest»-Anlage integrierte Destillat-Qualitätssteuerung «Destcontrol» ersetzt die bis anhin erforderliche Durchlaufneutralisation. Dabei wird der pH-Wert des Destillats kontinuierlich überwacht und bei Bedarf Lauge direkt in den Wärmetauscher dosiert. Der Vorteil besteht darin, dass unerwünschte Säurebestandteile nicht in das Destillat gelangen und der erzielte pH-Wert und die Leitfähigkeit im Destillat immer optimal ist.
Dank des cleveren Variantenmanagements der neuen «Vacudest»-Generation ist die Destillat-Qualitätssteuerung modular aufgebaut. Sie kann jederzeit nachträglich ohne zusätzliche Behälter oder grosse Umbauarbeiten vor Ort nachgerüstet werden.
 
Das mit Hilfe des «Clearcat»-Verfahrens erreichte glasklare Destillat unterschreitet jegliche Grenzwerte. Ob das Wasser wiederverwendet oder eingeleitet wird, bleibt dem Anwender überlassen.
 
System für ölhaltige Spülwässer
Das patentierte und vom baden-württembergischen Umweltministerium ausgezeichnete Verfahren «Clearcat» kommt immer dann zum Einsatz, wenn die zu beschichtenden Teile mit Ölen oder Fetten belastet sind, die sicher abgeschieden werden müssen. Dabei werden auch organische Verunreinigungen sehr gut abgeschieden. Kohlenwasserstoff-Konzentrationen im Destillat von <10 mg/l sind sicher erreichbar. Der Einsatz eines bisher üblichen, wartungs- und kostenintensiven Restölabscheiders mit Aktivkohlenstufe als Verbrauchsmaterial kann entfallen.
 
Das «Activepowerclean»-Wirbelgut sorgt für einen belagfreien Wärmetauscher, was Energie und Wartungskosten einspart.
 
System für schlammhaltige Spülwässer verringert den Energieverbrauch
Das bewährte «Activepowerclean»-(APC-)System wird seit 1998 standardmässig erfolgreich in «Vacudest»-Anlagen eingesetzt. Durch Wirbelgut wird der Wärmetauscher kontinuierlich während des Betriebs gereinigt. Es entstehen keine Beläge im Wärmetauscher, die mit Chemikalien zu reinigen sind. In der neuen Anlagenbaureihe wurde der APC-Wärmetauscher grosszügig dimensioniert und fluiddynamisch weiter optimiert, um eine noch bessere Reinigungswirkung zu erzielen und um den Energieverbrauch um weitere 15% zu senken. Die neuen APC-Kugeln wirken zudem wie kleine Siedesteine, welche die Schaumbildung deutlich verringern.
 
Dank der «Vacutouch»-Steuerung lassen sich Probleme schneller beheben und Stillstandzeiten minimieren.
 
Steuerung für einfaches, automatisiertes Bedienen
Die neue «Vacudest»-Anlage mit der modernsten am Markt erhältlichen Steuerungstechnik ausgestattet, der «Vacutouch». Deren wesentliche Aufgabe ist es, die Anlagen «intelligenter» zu machen. Viele neuen Steuer- und Regelfunktionen dienen dem Zweck, die Anlagen effizienter und betriebssicherer zu betreiben. Eine herausragende Neuheit sind dabei die vielfältigen neuen Teleservice-Funktionen. Dazu zählen neben dem Remotecontrol (Leitstand) die Fernwartungs- und Ferndiagnosesysteme zur Online-Unterstützung der Betreiber vor Ort.
 
Ausblick
Das neue System ist unter anderem für folgende Spülwässer aus der Lackiervorbehandlung geeignet:
  • Entfettungen alkalisch, neutral oder sauer
  • Eisenphosphatierung fluoridfrei oder fluoridhaltig
  • Chromfreie Konversionen, zum Beispiel No Rinse, SAM
  • Nanokeramiksysteme, zum Beispiel Bonderite, Oxilan oder Eupass
  • Zinkphosphatierung mit Ammoniumbifluorid, Hydroxylammoniumsulfat (HAS) oder Nitrit/Nitrat als Beschleuniger
Wer heute für seine bestehende oder neue Lackiervorbehandlung eine Prozesswasser-Kreislaufanlage sucht, sollte darauf achten, dass die Lösung flexibel und modular ist. Durch die Integration von Vor- und Nachbehandlungsschritten in die «Vacudest» lässt sich nicht nur kostbarer Aufstellungsraum sondern auch bares Geld für nicht benötigte Komponenten sparen.
Mit dem von der H2O GmbH entwickelten Konzept auf der Basis modernster Technologie, erhält man eine sehr flexible und modular aufgebaute Anlage, die für eine Vielzahl von möglichen Beschichtungsprozessen geeignet ist, ohne dass bei einem Verfahrenswechsel teure Umbauten erforderlich sind. Für den Betreiber bedeutet dies höchstmögliche Flexibilität beim Einsatz der Beschichtungschemie und der Art der Teile, die beschichtet werden sollen. Kern der wesentlichen Vereinfachung ist die neu entwickelte «Vacudest», die speziell für die Anforderungen aus der Lackiervorbehandlung mit neuen, integrierten Funktionen ausgestattet wurde.
 
Matthias Fickenscher
Geschäftsführender Gesellschafter
 
H2O GmbH
Wiesenstrasse 32
D-79585 Steinen
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Fax +49 7627 923 91 00
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parts2clean:
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01 Mai 2018  |  Distillation sous vide

Traitement éprouvé des eaux usées dans un nouvel atelier

Dans son nouvel atelier à Saint-Priest, l’entreprise française DBP Holding a acquis, pour le traitement des eaux usées, un système éprouvé basé sur la technologie «Vacudest». Une nouvelle installation «Vacudest L 4.500» traite les eaux de rinçage acides du traitement des aciers inoxydable et du titane.
25 Septembre 2018  |  Distillation sous vide

Bewährte Abwasseraufbereitung in der neuen Werkshalle

Dans son nouvel atelier à Saint-Priest, l’entreprise française DBP Holding a acquis, pour le traitement des eaux usées, un système éprouvé basé sur la technologie «Vacudest». Une nouvelle installation «Vacudest L 4.500» traite les eaux de rinçage acides du traitement des aciers inoxydable et du titane.
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