07 Novembre 2013  |  Prétraitement
Publié dans Oberflächen POLYSURFACES 04/2013

Reinigen und Passivieren in einem Prozesspr

Bei der Herstellung chirurgischer Instrumente ist hygienische Sauberkeit bis ins kleinste Detail ein Muss. Zudem erfordern die im Krankenhaus eingesetzten, immer aggressiveren Reinigungsmittel eine widerstandsfähige Oberfläche. Um beides effizient zu erzielten, wurde ein wässriges Reinigungssystem mit integrierter Passivierung entwickelt.

Lors de la fabrication d’instruments chirurgicaux, la propreté hygiénique dans les moindres détails est une obligation. En outre, les hôpitaux ont besoin d’une surface résistante pour l’utilisation de produits de nettoyage de plus en plus agressifs. Pour obtenir un nettoyage efficace, il a été élaboré un système de nettoyage aqueux avec une passivation intégrée.

Das Programm der Lawton GmbH & Co. KG umfasst rund 16000 verschiedene Instrumente und Spezialprodukte für die offene und minimal invasive Chirurgie. Die Produkte wie Scheren, Klemmen, Pinzetten, Haken und Nadelhalter werden aus Titan, unterschiedlichen Spezialstählen und Keramik gefertigt und in 90 Ländern vertrieben.
 
Integrierte Passivierung
Um einerseits die Kapazität zu erweitern und andererseits die Qualität weiter zu erhöhen, investierte das Unternehmen in ein neues Reinigungssystem. Da es sich um den Endreinigungsprozess handelt, zählten zu den wesentlichen Vorgaben die zuverlässige Entfernung der Rückstände des Polier- und Bearbeitungsmediums sowie eine hochwertige Ausführung und eine hohe Verfügbarkeit der Anlage. Zudem war eine Passivierung in die Anlage zu integrieren, und der Prozess sollte vollautomatisch erfolgen. Die zusätzliche Passivierung verleiht den Oberflächen der Instrumente einen besseren Schutz gegen chemische Attacken, denen sie durch zunehmend aggressivere, teilweise hochalkalische Reinigungsmedien ausgesetzt sind. Diese Mittel werden in Krankenhäusern eingesetzt, um Keime abzutöten.
Nach Gesprächen mit mehreren Anlagenbauern entschied man sich für eine Anlage der Karl Roll GmbH, die mit wasserbasierten Medien betrieben wird. Ausschlaggebend waren einerseits das Konzept der Anlage und andererseits die guten Erfahrungen des medizintechnischen Unternehmens mit zwei Reinigungssystemen dieses Herstellers.
 
Durch die wässrige Reinigung mit integrierter Passivierung erfüllen chirurgische Instrumente hohe Anforderungen an die technische Sauberkeit und die Lebensdauer. (Bild: Lawton)
 
Barcodegesteuerter Prozess
Die Mehrkammer-Tauchanlage verfügt über sechs Becken und ermöglicht einen Durchsatz von 18 Chargen/h. Das maximale Chargengewicht liegt bei 20 kg. Für die Reinigung werden die Instrumente in speziellen 550 x 300 x 400 mm grossen Warengestellen platziert. Die Zuführung der Gestelle erfolgt über eine Rollenbahn, die auf der Be- und Entladeseite einen Puffer von zehn Chargen ermöglicht. Um eine optimale Behandlung der unterschiedlichen Instrumente zu gewährleisten, sind in der Anlagensteuerung teilespezifische Programme hinterlegt. Die Auswahl des jeweiligen Programms erfolgt automatisch durch einen Barcode, der über ein Lesegerät an die Steuerung gemeldet wird.
Im Reinigungsprozess durchlaufen die Instrumente zunächst ein alkalisches Bad und Vorspülbad, das jeweils mit einer Ultraschalleinrichtung ausgestattet ist. Nach dem anschliessenden Feinspülschritt werden die Warengestelle in das Passivierungsbad transportiert. Die Passivierung und das folgende Vorspülbad sind ebenfalls mit Ultraschall ausgestattet. Nach dem abschliessenden Feinspülen gelangen die Instrumente in einen Warmluft-Vakuum-Trockner. Diese Kombination gewährleistet, dass auch bei sehr filigranen Instrumenten eine effektive Trocknung erzielt wird. Zudem kommen sie kühler aus der Anlage und lassen sich schneller weiter bearbeiten und verpacken. Der automatische Transport der Warengestelle durch die Anlage erfolgt mit Förderrechen. Je nach Programm können die Chargen an jeder Station aus dem Prozess herausgefahren oder einzelne Stationen ausgelassen werden.
 
Die Anlage mit sechs Becken ermöglicht Reinigungs- und Passivierungsprozesse mit automatisiertem Warentransport. (Bild: Roll)
 
Optimale Badpflege sichert Ergebnis
Um eine optimale Konzentration der Reiniger- und Passierkomponente sicherzustellen, wird der pH-Wert der Bäder permanent überwacht und die Medien bei Bedarf automatisch zu dosiert. Die Feinspülphasen nach der Reinigung und Passivierung erfolgen mit voll entsalztem (VE-)Wasser. Es wird im Kreislauf geführt und mindestens dreimal pro Stunde über Aktivkohle- und Mischbett-Ionenaustauscher umgewälzt. Einen wesentlichen Beitrag zur hohen Reinigungsqualität und langen Badstandzeit leistet auch die hochwertige Filtration, die mit Beutel- und Kerzenfiltern realisiert wurde.
 

Karl Roll GmbH & Co. KG
D-75417 Mühlacker-Enzberg
www.karl-roll.de
 
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27 Janvier 2015  |  Prétraitement

Endlich nicht mehr ätzend

Ces dernières années, le décapage à pH neutre a pris toujours plus d’importance. Grâce à une optimisation constante de ce que l’on appelle des activateurs neutres, ceux-ci sont recommandés dans l’application et le traitement, à la place du décapage à l’acide minéral. On les utilise également souvent pour le nettoyage après l’ébavurage, ainsi que dans les procédés de prétraitement avant d’appliquer un revêtement.
12 Février 2015  |  Prétraitement

Nettoyage avant traitement de surface des verres optiques sensibles

La diversité d’articles n’est pas le seul défi à relever pour le nettoyage des lentilles et prismes optiques. Fisba Optik se doit de disposer d’un système de nettoyage final astucieux répondant aux contraintes dimensionnelles des pièces et à la grande variété des verres. Pour cela on a développé une solution équipée d’un séchage HFE, étudiée pour remplacer l’eau déminéralisée, trop agressive pour certains des verres traités.
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