26 Mai 2017  |  Mosaïque
Publié dans Oberflächen POLYSURFACES 02/2017

Flexibilität, Qualität und Kosten im Griff

Der Lackierprozess ist der grösste Energieverbraucher in der Automobilherstellung. Ein Ziel ist daher, die Energie-, Ressourcen und Materialeffizienz weiter zu erhöhen. Materialkombinationen aufgrund von Leichtbaustrategien sowie die zunehmende Modellvielfalt und Individualisierung machen flexiblere Lackierprozesse erforderlich. Gleichzeitig gilt es dem steigenden Kostendruck zu begegnen. Mit diesen Herausforderungen beschäftigte sich die 24. Automobil-Tagung «European Automotive Coating», die von der DFO Mitte Mai in Braunschweig durchgeführt wurde.
Bei der zweitägigen Veranstaltung präsentierten anerkannte Experten aus Industrie und Forschung innovative Lösungen und Erfahrungsberichte zur Optimierung von Lackierprozessen. Unter dem Motto «Weniger ist mehr» informierte ein Referat über die unterschiedlichen Vorgehensweisen und Verfahren für so genannte konsolidierte Prozesse. Die organisatorischen und technischen Herausforderungen beim Aufbau einer Automobillackiererei in China beleuchtete ein weiterer Vortrag. Mit «J-Hive» wurde eine smarte und grüne Lösung für die Karosserielackierung vorgestellt, mit der sich die Betriebskosten senken lassen. Die zunehmende Individualisierung der Farbgebung macht die Beschaffung und Handhabung von Hunderten oder sogar Tausenden Farbtönen erforderlich. An einem konkreten Projekt wurde erläutert, wie die Lackversorgung für Standard-, Sonder- und Krawattenfarben wirtschaftlich realisiert werden kann. Eine Neuentwicklung aus dem Bereich «Liquid Applied Sound Damper» (LASD) ermöglicht im Vergleich zu Standardprodukten eine um mindestens 20% erhöhte Dämpfungsleistung bei Aluminiumsubstraten. Eine Lösung für die blasenoptimierte PVC-basierte Nahtabdichtung nach der KTL, das aufgrund positiver Versuchsergebnisse in die Serienproduktion geht, wurde ebenfalls präsentiert. Wie lässt sich das Scherverhalten von Lacksystemen in Ringleitungsanlagen abhängig vom Fördersystem praxisorientiert prüfen? Auf diese Frage bot die Tagung eine Antwort. Die Messung von Tropfengrösse, -geschwindigkeit und -konzentration in Lacksprays thematisierten zwei Vorträge. Dabei ging es einerseits um den aktuellen Stand der Messverfahren, andererseits um eine neue Echtzeit-Messtechnik, die live demonstriert wurde. Den Abschluss des ersten Tages bildete die Podiumsdiskussion «Einsparpotenziale im Gesamtprozess – Was haben wir schon, was brauchen wir noch?». Nach einem Impulsvortrag tauschten sich Experten der Branche mit den Tagungsteilnehmern über die Möglichkeiten von Energieeinsparungen aus.
Der zweite Tag begann mit einem Zwischenbericht zur Halbzeit des Forschungsprojektes «SelfPaint: automatische Lackierprogramm-Erstellung». Um Spritzkabinen mit Nassauswaschung energieeffizienter und umweltschonender zu betreiben, wurde der Einsatz einer Umlufführung geprüft. Es wurden Ergebnisse anhand von zwei Beispielen präsentiert. Eine neue Generation von Trocknern, die verschiedene Technologien verbindet, ermöglicht Einsparungen bei den Investitions- und Betriebskosten. Lösungen zur Verbesserung des Decklackstandes während der Trocknung wurden einerseits aus der Lacksicht und andererseits aus der Trocknersicht vorgestellt. Ein Erfahrungsbericht informierte über das Prozessmanagement durch automatische Oberflächeninspektion mit einem optischen Messsystems auf Basis der phasenmessenden Deflektometrie, das eine dreidimensionale Rekonstruktion festgestellter Defekte ermöglicht.
 
 
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