04 Juin 2019  |  Traitement de précision
Publié dans Oberflächen POLYSURFACES 01/2019

Schleif- und Polieranlagen punkten bei Haushaltswaren

Haushaltswaren sind längst keine reinen Gebrauchsgegenstände mehr. Daher müssen Töpfe, Pfannen und Bestecke auch ansprechend designt sein. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen an die Oberflächen. Um die Ansprüche von namhaften Herstellern in den USA und in Deutschland zu erfüllen, hat die SHL AG massgeschneiderte Anlagen entwickelt.

Depuis longtemps, les articles ménagers ne sont plus que des objets utilitaires propres. Aussi les casseroles, les poêles et les couverts doivent-ils être conçus de manière appropriée. En conséquence, les exigences concernant la qualité de surface sont élevées. Afin de satisfaire aux exigences de fabricants renommés aux États-Unis et en Allemagne, la société SHL AG a développé des installations sur mesure.

Ansprechend gestaltetes Essbesteck oder Kochgeschirr erheben so manchen Tisch zur Tafel. Käufer lassen sich von den Funktionen beeindrucken, aber Design ist nicht weniger wichtig, heisst es beim Handelsverband Koch- und Tischkultur. Jens-Heinrich Beckmann vom Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren bestätigt: «Es reicht nicht mehr, dass Dinge Gebrauchsgegenstände sind, sie müssen auch exotisch dargestellt sein.» Die Hersteller reagieren auf diese Trends und legen ihr Augenmerk verstärkt auf Gestaltung und Haptik. SHL, der Spezialist für robotergestütztes Schleifen, Polieren und Entgraten, hat diese Entwicklungen erkannt und Anlagen konstruiert, die Haushaltswaren flexibel und automatisiert schleifen und polieren.
 
Die Anlage zum Schleifen und Polieren von Topfdeckeln erzielt sehr gute Oberflächenqualitäten. (Bilder: SHL)
 
 
Besonders leistungsstarke Aggregate
 «Die Anforderungen sind klar definiert. Die Oberflächen müssen makellos sein, um den Kunden zu überzeugen», weiss Thomas Koch, Executive Vice President Sales bei SHL Automation Inc. in den USA. Unter seiner Regie lieferte das Unternehmen eine komplexe Anlage zum Schleifen und Polieren von Topfdeckeln aus Edelstahl an einen namhaften Hersteller.
 
Der Bediener kann Bearbeitungsschritte einfach und schnell über die HMI-Oberfläche eingeben.
 
 
Die Lösung sollte sehr flexibel und erweiterbar sein. Realisiert wurde eine Anlage mit zwei Schleif- sowie zwei Polier- und Scotch-Zellen mit vier Robotern. Die Topfdeckel gelangen von der Presse in einen Waschautomaten und dann automatisch in die Polier- und Schleifzellen. Der Roboter nimmt das Teil auf und führt es der Doppelkontaktrollen-Schleifmaschine zur Aussenbearbeitung zu. Anschliessend erfolgt die automatische Übergabe zu den nächsten Robotern. Sie schleifen und scotchen die Innenseite an der Polier- und der Doppelpoliermaschine P1000, die besonders leistungsstark gebaut ist. «Der Kunde fährt sortenrein. Das Band kann alle Varianten einzeln im One-Piece-Flow transportieren. Wir können beispielsweise auf beiden Schleifanlagen verschiedene Artikel fahren. Unsere Anlage fordert eine Artikelnummer an und diese wird dann zugeführt», beschreibt Thomas Koch.
 
Thomas Koch (links) ist Executive Vice President Sales bei SHL Automation Inc. in den USA, und Jan-Niklas Merkel ist Projektleiter bei der für den amerikanischen Kunden entwickelten Anlage.
 
 
Zur Kontrolle von Materialfehlern wurde eine so genannte Rework-Position eingebaut. An dieser können Mitarbeiter Teile entnehmen und die Qualität prüfen. Sollten Mängel auftauchen, wird das Werkstück vom Roboter nachbearbeitet. Die Anlage ist so konstruiert, dass bei steigenden Stückzahlen zusätzliche Roboterzellen integriert werden können. Eine weitere Besonderheit stellt die neue HMI-(Human Machine Interface-)Oberfläche dar. Sie macht es dem Bediener besonders leicht, neue Produkte zu programmieren. Darüber hinaus kann er einfach und schnell festlegen, welche Zonen allenfalls speziell zu bearbeiten sind.
Aus Sicht von Projektleiter Jan-Niklas Merkel bietet die neue Bedienoberfläche mehrere Vorteile: «Der Bediener muss nicht am Roboter selbst programmieren. Er gibt Masse wie Durchmesser und Höhe ein, und der Roboter reagiert entsprechend. Zudem ist die Bedienung intuitiv. Es genügen wenige Klicks, um die verschiedenen Varianten prozesssicher bearbeiten zu lassen.» Damit hat SHL auf einen Trend reagiert. «Die Mitarbeiter wollen an einem Bildschirm Parameter eingeben, und nicht verhältnismässig aufwendig direkt am Roboter programmieren», bemerkt er. Die Zellen verfügen über ein automatisches Greiferwechselsystem, das ebenfalls über die Oberfläche zu steuern ist. Der Bediener gibt den erforderlichen Greifer ein, und der Roboter bedient sich aus einem Lager. Am Ende des Prozesses steht die Qualitätsprüfung, ehe es zum Versand geht.
 
Die Messergriffe eines namhaften deutschen Herstellers erhalten ihren perfekten Schliff in Nassbearbeitung.
 
 
Top-Oberflächen für Küchenmesser
Auch bei Küchenmessern gilt: Sie müssen nicht nur gut in der Hand liegen, sondern ansehnlich sein und Lifestyle ausdrücken. «Optik und Haptik stehen hier im Vordergrund», meint Thomas Magnussen, Key-Account-Manager bei SHL. Sein Team hat eine Schleifanlage mit drei Robotern für die Bearbeitung von Messergriffen aus Kunststoff entwickelt. Der Kunde ist ein namhafter Hersteller von Haushaltswaren in Deutschland, der grossen Wert darauf legt, dass das Messer mit dem Griff eine homogene Einheit in perfekter Oberflächenqualität bildet. Für die Nassbearbeitung hat SHL eine Anlage konstruiert, in der Roboter arbeiten, die speziell für Freiformflächen ausgelegt sind. Damit lassen sich 3D-Konturen und dekorative Oberflächen optimal bearbeiten.
Die Roboter bearbeiten die Rohteile in Linie nacheinander. Dabei kommen spezielle Maschinen für die Nassbearbeitung zum Einsatz. Die Basis des Konzepts bilden Schleifmaschinen des Typs FKS 250/450 mit ihrer maximalen Flexibilität und die Kontaktrollen-Schleifmaschine EKS mit zwei Modulen übereinander. Spezielle Lager und die Verwendung von Edelstahl gewährleisten den zuverlässigen Einsatz in der Nassbearbeitung auch unter härtesten Bedingungen. Die Nassbearbeitung hat den Vorteil, dass sie ein Schmelzen des Kunststoffs während der Bearbeitung verhindert. «Die vier FKS-Maschinen, die am letzten Roboter zum Einsatz kommen, sind zudem frei drehbar, und es kann sowohl parallel zwischen den Kontaktscheiben als auch stand alone geschliffen werden. Wir erreichen dadurch alle Zonen zuverlässig», bemerkt Thomas Magnussen. Damit werden die Anforderungen des Kunden voll und ganz erfüllt.
 
Kennt die hohen Anforderungen seiner Kunden: Thomas Magnussen: Key-Account-Manager bei der SHL AG.
 
 
Ausblick
Nach Einschätzung von SHL besitzt der Haushaltswarensektor Wachstumspotenzial. Der Wunsch der Konsumenten nach hochwertigen und schönen Produkten fordert hochwertige Bearbeitungen. Für Thomas Magnussen ist dies ein Einsatzgebiet, in dem automatisierte Schleif- und Polierlösungen punkten können.
 
SHL AG
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12 Février 2019  |  Traitement de précision

Roboterzellen zum Schleifen und Polieren

Pour obtenir de parfaits surfaces, un fabricant de robinetterie et de douches mise, depuis des années, sur les concepts robotisés de ponçage et de polissage de SHL. Il a mis en service, il y a quelques mois, une nouvelle ligne de ponçage et de polissage de nouvelle génération, qui assure des procédés rapides, décharge les employés et donne un aspect irréprochable.
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