09 Octobre 2018  |  Système ERP
Publié dans Oberflächen POLYSURFACES 02/2018

Transparente Prozesse erleichtern die Arbeit

Durch die Einführung eines neuen modularen und modernen ERP-Systems konnten die Arbeitsabläufe bei einem Metallveredler deutlich vereinfacht und optimiert werden. Auf Knopfdruck lassen sich nun Bestände anzeigen und Bestellungen auslesen.

L’introduction d’un nouveau système PGI (progiciel de gestion intégré) modulaire et moderne a permis de simplifier considérablement et d’optimiser les procédures de travail d’une entreprise de finition métallique. Par simple pression d’un bouton, les stocks et les commandes s’affichent.

Die Metallveredlung Emil Weiss GmbH im nordbayerischen Mitwitz-Steinach ist seit fast 70 Jahren in der Galvanik tätig. Die Leistungen reichen von Verchromen und Verzinken bis hin zum Pulverbeschichten. Um reibungslose Abläufe in der Produktion zu garantieren, ist ein geeignetes ERP-System unverzichtbar. Das Unternehmen verwendete lange Zeit eine Software, die nicht auf die Anforderungen einer Galvanik zugeschnitten war. Deshalb war es essenziell einen neuen ERP-Partner zu finden.
 
Verchromte Ware im galvanischen Bad in der Produktion der Emil Weiss GmbH.
 
 
Hohe Flexibilität durch modulares System
In einem Auswahlprozess wurden mehrere branchenspezifische Systeme verglichen. Das ERP-System «Omnitec» der Softec AG wies dabei die meiste Programmtiefe auf und konnte über die hohe Konfigurierbarkeit des Systems die individuellen Wünsche von Weiss am besten erfüllen. Ein wichtiges Kriterium war auch, dass die vielen verschiedenen und komplexen Verfahren einfach auf Betriebsaufträgen dargestellt werden können.
Bei der ERP-Lösung handelt es sich um ein modularisiertes System. Das heisst, Module wie Lager oder Produktionsplanung können einzeln eingebaut werden. Sie sind aber gleichzeitig vernetzt und bieten so einen zentralen Überblick über alle Unternehmensabläufe. Die Daten aller Module lassen sich sowohl getrennt als auch im Gesamtkontext auswerten und grafisch aufbereiten.
Obwohl alle Module auf einmal eingeführt werden können, erwies sich eine stufenweise Einführung des ERP-Systems als ideal. Seit 2013 setzt Weiss das Modul zur Auftragsabwicklung ein. Da der Fokus vorerst nur auf diesem Bereich lag, konnte das Modul grundlegend optimiert werden. 2017 folgte dann das Modul zu Lager und Materialwirtschaft. «Für uns war es von Vorteil, dass wir nicht versucht haben alles auf einmal in das Unternehmen zu implementieren. So hatte man Zeit in die einzelnen Bereiche hineinzuschauen, um festzustellen, was diese abdecken und darstellen können», erklärt Hasan Bali, stellvertretender Betriebsleiter der Metallveredlung Emil Weiss GmbH.
 
Raum für neue Ideen
In einem gemeinsamen Workshop im Januar 2017 erarbeiteten Weiss und Softec die Meilensteine für den Einbau und die Anforderungen an das neue Lagermodul. Nachdem die Projektziele abgesteckt waren, plante das Team im Detail. Dabei schlugen Mitarbeiter von Weiss einige neue Features zur indirekten Buchung vor – für Softec so überzeugende Ideen, dass sie nicht nur aufgegriffen, sondern erweitert und als Teil des Programmstandards der neuen «Omnitec»-Version aufgenommen wurden. Dieses Vorgehen ist keine Ausnahme für die Softwareentwickler aus Karlsruhe. Das Programm wird für und mit Kunden weiterentwickelt: Bei Vorschlägen und Kundenwünschen ermittelt Softec, ob der Bedarf bei anderen Kunden ebenfalls besteht und übernimmt dementsprechend auch Ideen in den Standard.
Ebenfalls wichtig ist die Anbindung an bereits bestehende Schnittstellen im Unternehmen, bei Weiss zum Beispiel an die Finanzbuchhaltung. Dabei geht das Projekt auch zum nächsten Schritt über: das Testen aller Funktionen des neuen ERP-Systems auf einer Testplattform. Oft tauchen dabei Details auf, die sich Mitarbeiter anders vorgestellt haben. Gewünschte Änderungen werden direkt vor Ort konfiguriert. Nach der Testphase folgt die Inbetriebnahme im Tagesgeschäft des Unternehmens, das sogenannte «Go Live». Dabei findet der letzte Feinschliff mit kurzfristig notwendigen Anpassungen statt.
 
Weitere Projekte in Planung
Mittlerweile läuft das neue Modul schon mehrere Monate im Unternehmen und unterstützt die Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit. «Der grösste Vorteil ist, dass wir auf Knopfdruck unsere Bestände sehen und Bestellungen auslesen können und dass alles einfach nachvollziehbar ist», fasst Hasan Bali die Verbesserungen zusammen.
Die beiden bisher eingebauten Module vereinfachen und optimieren die Arbeitsabläufe bereits deutlich. Das Unternehmen behält aber weiterhin mögliche neue Projekte und Optimierungsmöglichkeiten im Blick. Als einen Punkt nennt Hasan Bali zum Beispiel die Produktionsplanung. Auch im Hinblick auf die Digitalisierung gibt es Ideen: Momentan erfolgt die Abbuchung beim Abtrag von Chemikalien noch händisch, künftig soll dies über eine automatische Barcodeerfassung funktionieren. Seit Anfang des Jahres ist die Emil Weiss GmbH Teil der KFB Holding, einer Gruppe von Unternehmen im Bereich Galvanik, Oberfläche, Beschichtungen und mechanische Fertigung mit Standorten in Deutschland, Österreich und der Tschechischen Republik.
 
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