23 Février 2016  |  Entreprise
Publié dans Oberflächen POLYSURFACES 05/2015

De Martin erweitert Produktionsbasis

Martin Sinzig

Die Thurgauer De Martin AG sichert ihre Wachstumschancen, unter anderem durch kräftige Investitionen in Wängi und mit einem neuen Produktionsstandort in Bayern. Dort werden Chemisch-Nickel- und neu auch Hartchrom-Beschichtungen angewendet.

La société thurgovienne De Martin AG consolide ses chances de croissance, grâce notamment à d’importants investissements à Wängi et à un nouveau site de production en Bavière, où sont appliqués des revêtements de chrome-nickel ainsi que de chrome dur.

Seit 1947 hat sich das in dritter Generation geführte Familienunternehmen zu einem international tätigen Nischenplayer im Bereich funktioneller Oberflächen entwickelt. Beschäftigt werden in Wängi 110 Mitarbeitende. Die Beschichtungslösungen finden einen breiten Kundenkreis aus der Industrie: vom Formen- und Werkzeugbau über die Elektro- und Medizinaltechnik bis zum Automobilsektor sowie zur Luft- und Raumfahrt.
Sein Wachstum will das mittelständische Unternehmen künftig mit einem Produktionsstandort im Ausland vorantreiben. In Neustadt an der Aisch in Mittelfranken (Bundesland Bayern) hat die De Martin AG ein bestehendes Werk der AHC Oberflächentechnik erworben. Die Übernahme ist bereits per 1. September erfolgt. Über den Kaufpreis wurde mit der Verkäuferin, dem international tätigen holländischen Industriekonzern Aalberts Industries N.V., Stillschweigen vereinbart.
 
Funktionelle Oberflächen: Ein Mitarbeiter demontiert in Wängi ein frisch beschichtetes Werkstück. (Bilder: zvg)
 
Den Kunden folgen
Die Absicht, zusätzlich im Ausland zu produzieren, habe schon lange bestanden, erklärt CEO Thomas De Martin. Für diesen Schritt gebe es zahlreiche Gründe. Vor allem die geografische Nähe zu den Kunden sei ein wesentlicher Faktor. Logistische Aspekte spielten für einen Just-in-time-Fertiger eine grosse Rolle. Im internationalen Warenverkehr kämen die Zölle als zusätzlicher Kostenfaktor hinzu, und schliesslich habe der Währungsschock vom 15. Januar den Druck zusätzlich verstärkt.
Am neuen Standort in Neustadt an der Aisch werden ausschliesslich technische Beschichtungen appliziert. Zusätzlich zu den Chemisch-Nickel-Verfahren kommen jüngst auch Hartchrom-Beschichtungen hinzu. Eine neue Anlage ist in Bayern bereits im Aufbau. Sie wird zusätzliche Möglichkeiten bieten, nämlich eine Kapazitätserweiterung und zusätzlich das Elektropolieren von Edelstahl. Der Einsatz weiterer Verfahren sei abhängig von der Marktnachfrage, sagt Thomas De Martin.
Die Verkaufsaktivitäten würden gegenwärtig heraufgefahren, und ein reges Interesse sei spürbar. Das Werk in Neustadt an der Aisch ist vor allem auf Aufträge aus den Bereichen Präzisionsmaschinen, Anlage- und Apparatebau, Sondermaschinen- und Formenbau ausgerichtet, bemerkt Thomas De Martin. «Wir können von hier aus die Wirtschaftsräume Bayern und Baden-Württemberg optimal versorgen.» Die neue Produktionsstätte biete aber auch den Zugang zu neuen Märkten in Osteuropa, wo das Unternehmen bereits über Kunden verfügt.
Ein Drittel des Umsatzes wird bereits mit internationalen Aufträgen generiert. «Unsere technologischen Alleinstellungsmerkmale haben bisher überzeugt, und wir werden sie auch künftig ausspielen können», ist der CEO des Familienunternehmens zuversichtlich. Gestartet wird in Neustadt an der Aisch mit knapp zehn Mitarbeitenden. Erste Investitionen wurden bereits in die Wege geleitet, und es besteht die feste Absicht, die ganze Produktionsfläche auszufüllen. Die Volumina sollen jährlich um 30% zulegen.
 
Blick auf das neue Werk der De Martin AG in Neustadt an der Aisch im Bundesland Bayern.
 
Wängi wird aufgerüstet
Auch im Stammhaus in Wängi wird kräftig investiert. Rund drei Millionen Franken fliessen in den Bau einer neuen Produktionslinie sowie zweier Physiklabors für die Qualitätssicherung und für Entwicklungsarbeiten. «Diese Investitionen liegen im Schnitt der letzten Jahre, aber deutlich über dem Branchenniveau», erklärt De Martin. «Wir denken in Generationen, und wir sind überzeugt, dass es für uns und unsere Technologien auch künftig eine Nachfrage gibt. Dafür müssen wir die Antworten parat haben.»
 
Zugang zu neuen Märkten
OP: Wo steht die De Martin AG heute im europäischen Wettbewerbsumfeld?
Thomas De Martin:Wir beanspruchen in den für uns relevanten Märkten und Technologien die Qualitätsführerschaft. Das alleine reicht aber nicht aus, weil wir im grenzüberschreitenden Verkehr grössere Handelshemmnisse zu gewärtigen haben. Darum wollen wir den Kunden in ihre Märkte folgen.
 
OP: Warum ist der Zukauf im Ausland gerade jetzt erfolgt?
De Martin:Wir hatten schon seit geraumer Zeit die Absicht, einen Betrieb im Raum Bayern und Baden-Württemberg zu erwerben. Das ist ein bedeutender, hochentwickelter Markt, wo auch qualifiziertes Personal zu finden ist. Neustadt an der Aisch ist ein Glücksfall, weil der Standort für uns geografisch optimal liegt.
 
OP: Was heisst das für die Mitarbeitenden in Wängi?
De Martin:Wir wollen den Mitarbeiterbestand in Wängi konstant halten oder leicht ausbauen. Dazu beitragen sollen laufende Investitionen in Forschung, Entwicklung und Produktion, um zusätzliches Geschäftsvolumen zu erschliessen. Der neue Standort in Deutschland wird unser Stammhaus in Wängi zudem befruchten, denn wir erhalten so Zugang zu neuen Märkten, Kunden und Aufträgen.
 
OP: Wohin entwickelt sich die Technologie?
De Martin:Die Ansprüche an funktionelle Beschichtungen steigen. Es geht in Richtung langlebiger, wartungsarmer oder -freier Anwendungen, ebenso spielen ökonomische und ökologische Anforderungen im Zeichen der CO2-Vermeidung eine zunehmende Rolle. Hier wollen wir mit anforderungsgerechten Beschichtungen einen signifikanten Beitrag leisten.
 
OP: Nennen Sie ein paar Anwendungsbeispiele.
De Martin:Wir sind in allen Kategorien des Motorsports engagiert und gelten als Pionier bei der Beschichtung beweglicher Teile, zum Beispiel von Kolben. Das Downsizing stellt hier erhöhte Anforderungen. Wir beschichten auch Formen für die Herstellung von Verschlusskappen, etwa für Pet-Flaschen. Wir stellen einen wartungsfreien Betrieb über Monate sicher und leisten so einen Beitrag zur Produktivität.
 
OP: Wie beurteilen Sie das Geschäftsjahr 2015?
De Martin:In Anbetracht der umstrittenen Marktbedingungen sind wir mit dem Geschäftsverlauf zufrieden. Dank vieler neuer Projekte bewegt sich das Volumen auf Vorjahresniveau. Wir sind zuversichtlich, damit die Währungsnachteile aufzufangen und ertragsseitig wieder aufzuholen.
(msi.)
 
Der Produktionsstandort in Neustadt an der Aisch soll zusätzliches Geschäftsvolumen erschliessen und das Stammhaus in Wängi befruchten, erläutert CEO Thomas De Martin.
 
De Martin AG Surface Technology
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